Inge Rassaerts, Dieter Gilde, Heribert Illig

Eleonora Duse, Gabriele D'Annunzio und der frühe Faschismus

Preise:
Eintritt: 18,00 Euro
Ermäßigung: 13,00 Euro

Vor 100 Jahren verließ der Dichter Gabriele D'Annunzio seinen Schreibtisch und 'befreite' Rijeka gegen Völkerbund und sogar Italien. Damals zeigte sich erstmals der Faschismus. Der damals bekannteste Schriftsteller Italiens hatte sich zuvor mit der weltbekannten Schauspielerin Eleonora Duse liiert und scheute nicht davor zurück, ihre Liebesbeziehung in einem Roman zu behandeln. Der Abend stellt wesentliche Lebensstationen der beiden vor und bettet sie ins politische Geschehen ein. Die Duse wird von Inge Rassaerts gesprochen, D'Annunzio von Dieter Gilde; als Chronist gestaltet Heribert Illig seinen Part. 

Eintritt, 18€ mit Getränk

 

Karten

Inge Rassaerts wirkt seit 25 Jahren bei den Festspielen Heppenheim mit. Eine ihrer Lieblingsrollen war die Tante in „Der Liebesbrunnen" von Lope de Vega. In jüngster Zeit stand sie in Heppenheim als der Glaube im Jedermann auf der Bühne. Bei den Festspielen Dreieichenhain gab sie die Mutter im Jedermann und die Kennedy in „Maria Stuart". 

Außer an den Festspielen Heppenheim und Dreieichenhain war Inge Rassaerts in den letzten Jahren an der Komödie im Bayerischen Hof (München) und auf Tournee als Frau von Zypressenburg in „Der Talisman" von Nestroy zu sehen. In der Komödie am Max II in München spielte sie die Brautmutter in „Die Traumhochzeit" mit Sebastian Goder und mit Rudolf Moshammer. 

Viele Jahre war Inge Rassaerts an der von Professor Claus Helmer geleiteten Komödie in Frankfurt engagiert. Mehrere Jahre Straßentheater bei den Salzburger Festspielen, unter anderem „Komödie der Irrungen". 

Zahlreiche Rollen übernahm sie bei Veit Relin am Torturmtheater in Sommerhausen. Zu ihren Lieblingsrollen dort zählt die Marthe Schwertlein im „Faust". 

In Bensheim bestritt sie in „Ophelia von Aussersihl" die Titel- und zugleich einzige Rolle. 

In früheren Jahren wirkte sie in mehreren Folgen der Kult-Fernsehserie „Die Hesselbachs" mit. Mit Mario Adorf trat sie als das Apothekerfräulein in Brechts „Puntila und sein Knecht" auf. Mit Elisabeth Bergner in „Eines langen Tages Reise in die Nacht" am Düsseldorfer Schauspielhaus. Von 1958 bis 1973 reiste sie auf Welttourneen mit der „Brücke - Deutsches Theater für Übersee" siebenmal um die Welt. 

 

Dieter Gilde wurde in Mühlheim an der Ruhr geboren. Nach einer Verwaltungstätigkeit bei der Stadtverwaltung Oberhausen entschloss er sich mit 20 Jahren am Schauspielseminar der Hamburger Kammerspiele (Leitung Ida Ehre) eine Schauspielausbildung zu absolvieren. Nach seiner Ausbildung in Hamburg folgten Engagements in Bremen, am Westfälischen Landestheater und in München. Seine Frau gründete in den 80er Jahren eine freie Theatergruppe. Seither ist Dieter Gilde mit Lesungen und Rezitationen erfolgreich unterwegs. 

 

Heribert Illig wurde 1947 in Vohenstrauß in Bayern geboren. Er studierte Germanistik und promovierte 1987 mit seiner Arbeit über Egon Friedell. Illig arbeitete als Systemanalytiker und Publizist, wobei er auch für die Zeitschrift „Zeitsprünge“ tätig war. Illig beschäftigt sich mit der Chronologiekritik und verfasste Arbeiten zur Chronologie Ägyptens und Griechenlands. 1991 stellte Heribert Illig die These des „erfundenen Mittelalters“ auf, welcher er sich seither in diversen Schriften widmete.  

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