Astrid Jacob

Gertrude und Tucholsky - Ein Fenster für Sophie Scholl

Preise:
Eintritt: 21,00 Euro
Ermäßigung: 16,00 Euro

Ein Theaterabend für eine Person mit ASTRID JACOB als „Gertrude“. 

Ein Stück nach Gesprächsprotokollen von Gerhard Zwerenz und Astrid Jacob 

Buch und Regie: Astrid Jacob und Aysim Woltmann 

 

Karten

Der Soloabend, gespielt von Astrid Jacob, handelt von der Liebe, der Freundschaft zwischen dem Dichter „Kurt Tucholsky“ und „Gertrude Meyer“ im schwedischen Exil. Sie war seine letzte Lebensgefährtin, die letzte eher unbekannte Zeitzeugin. Aber das Stück handelt auch vom „Fenster für Sophie Scholl“. Gertrude wollte, dass im Lichthof der Universität München ein Friedensfenster entsteht, dass an den letzten Traum der Sophie Scholl erinnert. 

Der Theaterabend, der auf vielen Ebenen spielt, beginnt damit, dass Astrid Jacob berichtet, wie sie die 91jährige Gertrude in Schweden aufsuchte, um die Rechte für das Soloprogramm zu bekommen. Denn als sie mit ihrer Regisseurin und Co Autorin Aysim Woltmann die Arbeit am Stück begann, ahnten beide noch nicht, dass Gertrude lebt. Eine postume Uraufführung war geplant, mit dem Titel: “Gute Witwen weinen nicht.“ Es basierte aus Recherchen und Tonbandprotokollen des Schriftstellers Gerhard Zwerenz, der Gertrude als Erster in Schweden aufsuchte. 

Zunächst war es für Astrid Jacob nicht einfach Gertrude persönlich zu erreichen, aber schließlich war es dann doch möglich und A. J. fuhr nach Schweden. Gertrude empfing sie herzlich und Astrid spielte ihr das ganze Bühnenstück vor. Eine freundschaftliche Beziehung und Gespräche über die Arbeit entstanden. - 

Von dieser Begegnung, von Gertrudes Kritik und Überraschung, aber auch von dem politischen Interesse der Gertrude handelt unser Stück. 

Inhalt: 

Als Kurt Tucholsky, der politische Schriftsteller mit seinen vielen Pseudonymen 1929 nach Schweden übersiedelte, da begann seine verbale Schlagkraft zu erlahmen. Orientierung und Halt gab ihm Gertrude Meyer, seine letzte Lebensgefährtin. Von ihr und der lebenshungrigen Zeit mit Kurt Tucholsky handelt das Stück im ersten Teil. Von einem Dichter der sagte: „Ich war nie treu, stets verliebt und immer traurig…“ Der Text breitet viele unbekannte biographische Details aus. Durch Gertrudes Erinnerungen wird der Schriftsteller mit all seinem Humor aber auch in seiner Selbstverlorenheit sichtbar. 

Im zweiten Teil erzählt Astrid Jacob was geschah, als Gertrude das Stück gesehen hatte. Sie fragt nach der Entwicklung in Deutschland, sie hinterfragt den Rechtsruck. Ihre Sorge gilt nun nicht mehr Tucholsky, sondern der Jugend, den Studenten. Ihnen wollte sie, aus dem Wissen der Vergangenheit heraus, eine Vision für die Zukunft schaffen, in Form eines Glasfensters, das den letzten Traum der Sophie Scholl zum Thema hat. - Denn: „Wir brauchen Menschen mit moralischem Mut“ 

Es ist somit ein ungewöhnlicher Theaterabend, der zunächst kabarettistisch beginnt, dann aber zu einem Erlebnisbericht, zum Dokument und spannender Seelenkunde wird. 

Es entsteht das Bild einer Frau, die Kraft und Humor, Leidenschaft und Liebe, Großzügigkeit, Intelligenz und Mut besaß. - Unbekanntes wird dekuvriert. 

Astrid Jacob und Aysim Woltmann erhielten dafür in München den Preis für Interpretierende Kunst.

 

Astrid Jacob

Diplom der Westfälischen Schauspielschule Bochum 

- Engagements u.a. an den Städt Bühnen Frankfurt, Saarbrücken, 

  Nürnberg, dem Staatstheater Stuttgart. Festspiele

- Mittelpunktsrollen u. a.: Brechts  Mutter Courage, Schillers Maria Stuart,  

Goethes Iphigenie auf Tauris, Lady Macbeth, 

- Kabarett – im Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft.

- Zusammenarbeit mit Sammy Drechsel, Dieter Hildebrand, Bruno Jonas,Werner Schneyder, Gerhard Zwerenz

- A.J. ist Wegbereiterin der Frauen, die mit Soloprogrammen vor ihr Publikum treten.

- Über 13 literarisch-musikalische  Soloprogramme.

- Gastspiele auch in Moskau und Italien mit den Programmen über „Mascha Kaléko“, „Brecht“ sowie „Tucholsky“ - viele Funk- und  Fernsehaufzeichungen  

- Kulturpreis für „Interpretierende Kunst“ der Stadt München,

- Kurzfilmpreis für Mascha Kaléko

- Regisseurin für Oper und Schauspiel u.a.: „Emilia Galotti“ – „Nathan der Weise“ – „Warten auf Godot“  „Madama Butterfly“  – „ La Cenerentola“

- 2006 bis 2014 Intendantin der Schlossfestspiele Neersen. A.J. stabilisiert die Festspiele, die jetzt gesichert dastehen.

Astrid Jacob ist heute freischaffende Regisseurin und Autorin, schreibt und

inszeniert Theaterstücke, neue Soloprogramme  und Lesungen.

 

Aysim C. Woltmann

 

geboren in Istanbul, 

seit 1963 lebt und arbeitet sie in München.

 

Studium Architektur und Städtebau an der FH, Diplom

Studium Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der HFF, Diplom

 

Seit 1980 freischaffend und angestellt tätig als:

 

- Regisseurin und Autorin

für div. Fernseh- und Theaterproduktionen mit Schwerpunkt

literarische Filmerzählung und literarisches Kabarett.

 

Drehbuch und Regie bei Multimediaproduktionen für Museen 

und Imagefilme für Unternehmen.

 

- Architektin

in eigenem Architekturbüro und im Baureferat der LH München.

 

- Bildende Künstlerin

mit div. Einzel- und Gruppenausstellungen und öffentl. Ankäufen.

Mitglied im Kunstkreis Karlsfeld e.V.

 

1988 Förderpreis der LH München für interpretierende Kunst

 zusammen mit Astrid Jacob

 

 

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