Peter F. Schmid

FAUST III – KOMPAKT

Preise:
Eintritt: 22,00 Euro
Ermäßigung: 17,00 Euro

DER TRAGÖDIE DRITTER TEIL

mit dem Theater Bretterhaus, Wien

www.FAUST-III.com

Karten

Faust muss nochmals auf die Erde. Mephisto hat im Himmel erfolgreich dagegen protestiert, dass er ihm (am Ende von Goethes „Faust II“) weggeschnappt worden ist. Faust will keinesfalls alles nochmals von vorne beginnen. Aber Mephisto hat eine Alternative anzubieten, die ihn reizt: Er führt ihn nach der kleinen („Faust I“) und der großen Welt („Faust II“) in die dritte, die „innere Welt“.

Faust verspricht sich davon ein besseres Verstehen seines eigenen Seelenlebens und die Möglichkeit, andere besser zu verstehen und auf diese Weise nicht nur zu seinem eigenen Glück, sondern auch zum Glück aller Menschen beitragen zu können. Mephisto bietet ihm nicht weniger an, als ein „Menschheitstherapeut“ zu werden. So lässt sich Faust erneut darauf ein.

In einem bunten Bogen führt ihn Mephisto im wahrsten Sinn des Wortes „vom Himmel durch die Welt zur Hölle“. Faust begibt sich, von Mephisto ebenso angestachelt wie behindert, auf die Suche nach der Unterscheidung zwischen den Bildern und Vorstellungen, die sein Selbst- und Weltverständnis und seine Beziehungen prägen, einerseits und andererseits einer erhofften Wirklichkeit, die echte Begegnungen ermöglicht.

Sein Weg führt ihn dabei „ins Unbetretene“.

Nach einem buchstäblichen Höllentrip wird Faust u.a. zum Wirtschaftsboss und Friedensnobelpreisträger, zum Zirkusdarsteller und Kriminellen, zum Politiker und Sozialrevolutionär, zum Pilger und Fernsehstar, zum ebenso lustgierigen wie bezie- hungsgestörten Partner einer Liebesbeziehung und zum Familienmenschen. In einer Reihe von Episoden setzt sich Faust sowohl mit seinen inneren Wünschen, Ängsten, Hoffnungen und Widersprüchen auseinander als auch mit seinen Vorstellungen und Ideen zum gesellschaftlichen Zusammenleben. Dazu gehören grundlegende Mensch- heitsfragen, wie u.a. die Fragen nach Gut und Böse, nach Gewalt und Beziehungs- gestaltung, nach dem Bedürfnis, ein Mann zu sein, anders als sein Vater war und anders als seine Mutter ihn haben wollte, der Versuch, ein faires Verhältnis zu Frauen zu finden, Probleme einer authentischen Auseinandersetzung mit dem Fremden, mit Kunst und Theater, mit der bevorstehenden technischen Revolution durch intelligente Maschinen, mit verschiedenen Religionen und spirituellen Angeboten, last but not least mit der Frage, wie er sich als Gestalter seines Lebens begreifen kann.

Das Publikum wird vom Master of Ceremonies durch, wie er behauptet, „sein“ Stück geführt, das – anders als das überkommene und illusionäre Menschheitsdrama Goethes – ein flammender Appell dazu sei, sich selbst als Spieler und Gestalter seines Lebens zu erfinden und sich von überkommenen Traditionen und Wertvorstellungen zu lösen.

Bis es am Schluss zum großen Exorzismus und Showdown kommt.

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