Dominik Wilgenbus

Mein Wagner - Meine Pilgerfahrt zu Beethoven

Preise:
Eintritt: 25,00 Euro

Am Klavier vorgetragen von Dominik Wilgenbus

„Überzeugend und äußerst witzig! Und mitten im Lachen findet man plötzlich einen Wesenszug Wagners, den man kaum vermutet hätte: Selbstironie!“ (Helmut Mauró, Süddeutsche Zeitung)

 

Karten

1841 lebt Richard Wagner 28jährig als erfolgloser Komponist in Paris und verfasst für eine musikalische Zeitschrift die Fortsetzungs–Novelle „Eine Pilgerfahrt zu Beethoven“, in der er sich unverhohlen zum einzigen künstlerischen Erben Beethovens stilisiert: Einem fiktiven Tondichter mit unverkennbar autobiographischen Zügen lässt Wagner den „angebeteten Meister“ seine Vision vom musikalischen Drama der Zukunft enthüllen.
Umrahmt und durchsetzt wird die an Heinrich Heine und E.T.A. Hoffmann geschulte Erzählung Wagners mit seinen Klavierkompositionen. Die Irrungen und Wirrungen des literarischen Doppelgängers durchlebend, durchleidend und dabei abwechselnd oder gar gleichzeitig in die Tasten greifend, präsentiert Dominik Wilgenbus die aberwitzige Selbstdarstellung des Menschen und Künstlers Richard Wagner.

„Sehr gelungen! Die ebenso selten zu hörenden wie überzeugend interpretierten Originalstücke Wagners für das Klavier bilden den akustischen Teppich und Kontrapunkt zur humoristischen Beethoven–Novelle des Bayreuther Meisters, beides aufeinander abgestimmt und zu einer kreativen, bestens unterhaltenden Gesamterzählung in Wort und Klang formuliert.“ (Stefan Mickisch)

„Leidend und groß wie das Jahrhundert, dessen vollkommener Ausdruck sie ist, das neunzehnte, steht die geistige Gestalt Richard Wagners mir vor Augen. Physiognomisch zerfurcht von allen seinen Zügen, überladen mit allen seinen Trieben, so sehe ich sie, und kaum weiß ich die Liebe zu seinem Werk, einem der großartig fragwürdigsten, vieldeutigsten und faszinierendsten Phänomene der schöpferischen Welt, zu unterscheiden von der Liebe zu dem Jahrhundert, dessen größter Teil sein Leben ausfüllt, dies unruhvoll umgetriebene, gequälte, besessene und verkannte, in Weltruhmesglanz mündende Leben. (…) Wagners Kunst ist die sensationellste Selbstdarstellung und Selbstkritik deutschen Wesens, die sich erdenken lässt, sie ist danach angetan, selbst einem Esel von Ausländer das Deutschtum interessant zu machen, und die leidenschaftliche Beschäftigung mit ihr ist immer zugleich eine leidenschaftliche Beschäftigung mit diesem Deutschtum, das sie kritisch-dekorativ verherrlicht.“ (Thomas Mann, aus: „Leiden und Größe Richard Wagners“, 1933)

Dominik Wilgenbus

geb. 1966 Memmingen, aufgewachsen in Borken/Westfalen, studierte Theaterregie bei Prof. August Everding und Prof. Cornel Franz in München und arbeitet seit 1991 als freischaffender Musiktheater– & Schauspielregisseur im deutschsprachigen Raum sowie als Übersetzer, Autor und Darsteller.  

Er lebt in München, wo er das Metropoltheater (1997), „Münchens kleinstes Opernhaus“ in der Pasinger Fabrik (1999) und die Kammeroper München (2005) mitbegründet hat.  

Seine ca. 150 Inszenierungen umfassende Regietätigkeit führte ihn u.a. an die Wiener Volksoper, das Berliner Gorki–Theater, das Gärtnerplatztheater München, sowie bereits mehrfach u.a. nach Leipzig, Dortmund, Chemnitz, Gießen, Klagenfurt, Meiningen, Plauen, Regensburg und Rostock. 

Zu seinen bisher uraufgeführten Werken zählen u.aHeidi – das Heimatmusical, das Schauspiel mit Musik Die 3 Musketiere, die Opern–Pasticcios Der Diener zweier Herren (Mozart), Kaspar Hauser – ein Traumspiel (Schubert), Das Gespenst von Canterville (Gershwin/Purcell) sowie die Musikalische Komödie Charleys Tante (Ernst Fischer). 

Von 2005 bis 2008 war er Dozent an der Musikhochschule Nürnberg–Augsburg.  

Im Rahmen des Internationalen Opernkurses der Jeunesses Musicales Deutschland auf Schloss Weikersheim inszenierte er 2007 La Cenerentola, 2013 Don Giovanni und 2015 Le nozze di Figaro, am Konservatorium von Maastricht 2016 Ravels L´enfant et les sortilèges und 2018 Offenbachs Les Brigands, an der Musikhochschule Nürnberg Detlev Glanerts Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung als Koproduktion mit dem Theater Fürth und 2019/20 Offenbachs Die schöne Helena an der Musikhochschule Lübeck. 

Als Rezitator ist er Partner des Gitarristen Takeo Sato bei CastelnuovoTedescos Platero und ich sowie des Pianisten Aris Blettenberg beim Programm Geflügelte Worte mit Melodramen von Schumann, Liszt, Debussy und Poulenc. 

Mit seinem Schlagerprogramm Wie kommt der Lippenstift in Lehmanns Unterbett? und dem literarisch–musikalischen Solo Mein Wagner tritt er regelmäßig solistisch auf.  

 

 

 

Zurück