Eigenproduktion

PREMIERE

Orfeo - eine transkulturelle Oper

Preise:
Eintritt: 25,00 Euro
Ermäßigung: 15,00 Euro

In Kooperation mit Zuflucht Kultur e.V.

Regie: Annette Lubosch

weitere Termine:

Fr, 6. April, 20:00
Sa, 7. April, 20:00
Do, 12. April, 20:00
Fr, 13. April, 20:00

Zusatztermin: Di, 17.April, 20:00

ORFEO IM HEUTE JOURNAL mit Anmoderation ab Minute 23.53

 

Karten


MONTEVERDI, GRAUN, HAYDN, GLUCK


MUSIK und TEXT

Eine Collage aus Vertonungen und Texten schafft die Grundlage für diese Neuinterpretation des Stoffes. Dazu gehören Stücke aus den Bearbeitungen von Claudio Monteverdi, Carl Heinrich Graun, Christoph Willibald Gluck und Joseph Haydn. Die Sprecher und Al Mustafa zitieren Passagen aus Büchern von Khalil Gibran,  Abu Temmam und Orhan Pamuk.

„Wollt ihr wirklich den Geist des Todes erkennen, öffnet euer Herz weit für den Körper des Lebens. Denn eins sind Leben und Tod, sowie der Fluss und das Meer eins sind.“ (Der Prophet)

„Trennung war, als war sie nie, wenn wir neu uns sehen; Aber solch ein Wiedersehen wann wird mir’s geschehen“ (Hamâsa)

„Warum verwirrt uns ein tränenüberströmtes Männergesicht? [...] Es ist, als sei für diesen Mann das Ende der Welt gekommen oder als sei er am Ende seiner Kräfte.“ (Das schwarze Buch)

„Aus dem Märchen der »Gleichberechtigung« zwischen Frau und Mann ernteten die Frauen letztendlich nur Dornen...“ (Frauen für den Dschihad)

 

INHALT

Al Mustafa sitzt am Meer und wartet. Bei ihm ist eine Gruppe Geflüchteter. Er erzählt ihnen eine Geschichte über die Liebe und den Tod.
Orfeo liebt Eurydike, doch die fällt plötzlich in einen religiösen Wahn und ist verschwunden. Sie wird in Syrien gesehen, mitten im zerbombten Kriegsgebiet. Ist sie etwa freiwillig dort? Auf den Rat von Amor und Al Mitra folgt ihr der junge Liebhaber dorthin. In den zerstörten Städten zwischen all den Toten findet er sie schließlich. Da stellen Pluton und Charon eine harte Bedingung: Auf dem ganzen Heimweg kein einziger Blickkontakt zwischen den zwei Liebenden.

 

BOTSCHAFT

Viele Menschen flüchten vor dem Krieg ins sichere Deutschland. Sie nehmen unglaubliche Hürden auf sich um hier anzukommen. Trotzdem gibt es immer wieder junge Menschen, die sich entscheiden, freiwillig nach Syrien zu gehen um sich dem IS anzuschließen. Was treibt sie an? Trotz einer aktuell massiven Rückkehr populistischer und nationaler Debatten zeigt sich, dass kulturelle Eindeutigkeit innerhalb einer globalisierten Welt eine Illusion ist. Musik baut eine Brücke zwischen den Kulturen. Durch diese Entgrenzung bekommt der Mensch wieder die Möglichkeit, als Individuum wahrgenommen zu werden.

 

BESETZUNG:

Orfeo: Cornelia Lanz
Eurydike: Sela Bieri
Al-Mustafa: Ayden Antanyos
Al-Mitra: Walaa Kaneieh
Amor: Wissam Kaneieh 
Pluton: Maher Hamida
Charon/Gitarre: Mazen Mohsen
Musikalische Leitung / Klavier / Akkordeon: Norbert Groh (Jacob Burzin)
Violine: Esther Schöpf (Marianne Lasota)
Regie: Annette Lubosch
Dramaturgie: Sascha Fersch
Bühne: Annette Lubosch, Peter Schultze und Jonas Klein
Kostüm: SWR Fundus
Regieassistenz: Florian Prestele
Produktionsleitung: Cornelia Lanz
 
Unterstützer: Bezirkausschuss Altstadt/ Lehel München, Friedrich-Wilhelm Tiller, Gina Apoyan, Hofbräu, Gräfelfinger Gelegenheitsschreiber, Axel Barth, Anita Brunner

 

Musikalische Leitung: Norbert Groh

Nach dem Abitur studierte Norbert Groh an der Hochschule für Musik und Theater in München unter anderem bei Gerhard Oppitz. Sein Konzertexamen und ein Kammermusikstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei
Werner Genuit. In dieser Zeit besuchte er zahlreiche Meisterkurse in Klavier und Klavierkammermusik bei Oleg Maisenberg und Vitaly Margulis, erhielt ein Stipendium der Fanny Carlita-Stiftung und war Richard-Strauss-Stipendiat der Landeshauptstadt München. Mehr und mehr kristallisierte sich auch der Wunsch heraus, Orchester zu leiten. So absolvierte er ein Dirigierstudium am Richard-Strauss-Konservatorium München bei Ulrich Weder, das ihn bald an die Städtischen Bühnen Augsburg und an die Bayerische Staatsoper führte. Heute konzertiert Norbert Groh neben seiner Unterrichtstätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater München als Kammermusiker, Solist und Dirigent auf nationalen und internationalen Podien, unter anderem beim Schleswig-Holstein-Festival, bei den Münchner Opernfestspielen, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem

Festival der „amici della musica, Milano“. Konzertreisen führten ihn in die USA, Spanien, Finnland oder Australien. (www.info-musikleben.de)

 

Regie: Annette Lubosch

Sie studierte zunächst am renommierten Tanz-und Gesangstudio Theater an der Wien Musical. Im Anschluss folgte ein Studium für Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater München welches sie mit dem künstlerischen Diplom abschloss. Engagements als Sängerin sowie als Schauspielerin führten sie unter anderem zu den Bregenzer Festspielen, den Bad Hersfelder Festspielen, an das Residenztheater München, an das Konzerthaus Karlsruhe, an die Alte Oper Frankfurt, an die Theater Augsburg, Görlitz, Göttingen, an die Philharmonie Berlin, an die Philharmonie München. Ihr Debut als Regisseurin gab Annette Lubosch mit dem Musical Hair. Darauf folgten unter anderem Operetten wie Die Fledermaus oder

Die Schützenliesel, Singspiele wie Zefix Halleluja – die vogelwilde Münchenrevue oder Es gibt keine Sünde im Süden des Lebens. Ein Dauerbrenner ist ihr Stück Peter Alexander-ein Leben, das im Hofspielhaus München seit Anfang 2016 zu sehen ist. Mit dem Autor Sascha Fersch schreibt sie gerade an einem Auftragswerk zu 400 Jahre Kloster Taxa, dass im November 2018 Premiere feiern wird.

 

Violine: Esther Schöpf

Esther Schöpf wurde im Odenwald/Südhessen geboren und begann bereits mit vier Jahren, Geige zu spielen. Das Instrument wuchs ihr ans Herz (und damit auch an den Hals), die Liebe zur Musik wurde größer und intensiver. Und so studierte sie nach dem Abitur Violine und Kammermusik an den Konservatorien von München und Genf. Auch als Berufsmusikerin verlor Esther Schöpf nie die Begeisterung für die Musik – im Gegenteil. Regelmäßig tritt sie als Kammermusikerin mit ihren Ensembles, dem Schwabinger Klaviertrio und der Quartettformation „nonSordino“ auf zahlreichen Bühnen und Festivals auf (u.a. Mecklenburg- Vorpommern, Würzburger Mozartfestspiele, Heidelberger Frühling). Sie wird regelmäßig auf nationaler und internationaler

Ebene (Schweiz, Spanien und Australien) gebucht. So ist sie regelmäßig Teil besonderer Projekte mit illustren Sprechern und Schauspielern und als Geigerin an namhaften Theaterbühnen zu Gast (u.a. Bayerisches Staatsschauspiel, Schauspielhaus Zürich). Zusätzlich ist sie als Violinpädagogin am Institut für Musikpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München und als private Geigenlehrerin tätig. (www.info-musikleben.de)

 

 

Dramaturgie: Sascha Fersch

Er arbeitete nach dem Abitur zwei Jahre lang als Regieassistent am Theater Ingolstadt. Darauf folgte ein Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie und Europäischen Ethnologie mit einem Abschluss als Magister im Sommer 2016. Das Thema seiner Arbeit lautete: „Zwischen Spektakel und Authentizität - Das zeitgenössische Theater auf der Suche nach neuen Wirkungsräumen“. Bereits während des Studiums veröffentlichte er außerdem drei Gedichtbände, drehte Kurzfilme und schrieb Drehbücher. Mittlerweile ist er hauptsächlich als Autor für Serienentwicklung und Werbung tätig, ist aber auch mit einer Lesung auf Tour sowie als Musiker in verschiedenen Formationen zu sehen. 

 

Produzentin: Christiane Brammer

Sie studierte Gesang in Augsburg und München. Hineingeboren in eine Schauspielerfamilie, die mit einem eigenen Ensemble um die Welt reiste, ließ sie die Idee nie los, selbst ein Theater zu gründen. Im Jahre 2015 eröffnete Christiane Brammer das Hofspielhaus – das neue Theater im Herzen von München. Bekannt wurde die Theaterintendantin, Regisseurin und Schauspielerin durch ihre Fernsehrollen, unter anderem im Tatort und  in der Serie Die Fallers im SWR. 


Regieassistanz: Florian Prestele

Florian Prestele studierte in München an der LMU Theaterwissenschaft, bevor es ihn als Regieassistent an die Landesbühne Wilhelmshaven und an die Städtischen Bühnen Münster verschlug. Danach nahm er in München privaten Schauspiel-Unterricht und spielte u.a. in der Pasinger Fabrik. In München arbeitete er an verschiedenen kleinen Theatern und Kabarett-Bühnen hinter der Bühne und als Regisseur. Er schrieb einige Drehbücher für eigene Indipendent-Filme.

 

Produktionsleitung/Orfeo: Cornelia Lanz

Die Mezzosopranistin beschloss ihr Studium Künstlerische Ausbildung Gesang an der Musikhochschule Stuttgart. Dort, sowie an der Manhattan School of Music New York studierte sie Gesang, unterstützt durch ein Stipendium der Landesstiftung Baden-Württemberg. Sie legte ihre Staatsexamina mit Referendariat in Schulmusik mit den Schwerpunkten Violine und Dirigieren ab; außerdem in den Fächern Amerikanistik und Anglistik, an der Universität Stuttgart und der Columbia University, New York.

Die international gefragte Mezzosopranistin Cornelia Lanz war u. a. an folgenden Orten zu hören: Württembergisches Staatstheater Stuttgart, Tonhalle Zürich, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Prinzregententheater München, Liederhalle Stuttgart, Kathedrale Bergen, Cathédrale St. Lazare d’Autun, Basilika Notre Dame de Beaune, Eglise St. Jacques Liège, Stiftskirche Stuttgart, Ulmer Münster, Sebalduskirche Nürnberg, Friedenskirche Ludwigsburg, Stiftskirche Tübingen.

Sie arbeitete mit Orchestern wie dem Staatsorchester Stuttgart, Stuttgarter Symphoniker, Zürcher Kammerorchester, Kammerorchester der Münchner Philharmoniker, BandArt, Berliner Symphoniker, L’arte del mondo, Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim, Hassler Consort und L’arpa festante.

Die Staatsoper Stuttgart, das Landestheater Schleswig-Holstein und das Theater Nordhausen engagierten Cornelia Lanz. Sie sang beim Lucerne-Festival, bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und beim Europäischen Kirchenmusikfestival Schwäbisch Gmünd. Cornelia Lanz ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes. Sie erhielt den Bruno-Frey-Preis, den Förderpreis Kultur des Landkreises Biberach, den Zonta Kunst- und Kulturaward Oberschwaben und war Finalistin im Wiener Nico-Dostal Operettenwettbewerb. Im Oratorienfach übernahm sie die großen Altpartien. Im Liedfach sang sie zahlreiche Lieder verschiedener Stilrichtungen. Im Opernfach singt sie die Partien von Glucks Ofeo über Mozarts Dorabella bis Bizets Carmen. Beim Klassiklabel Animato sang sie die Händeloper Oreste in der Titelrolle ein. Ihr Lieddebutalbum erschien bei Hänssler-Classic. Aktuell produziert, leitet, initiiert und singt sie die medial viel beachteten Opernproduktionen von Zuflucht Kultur e. V. www.cornelia-lanz.com (Foto: Holger Borggrefe)

 

 

Eurydike: Sela Bieri

Die Sopranistin Sela Bieri stammt aus dem Zürcher Oberland/Schweiz und schloss ihre Ausbildung als Specialized Music Performance mit Schwerpunkt Solistin & Oper, sowie als Gesangspädagogin im Juni 2013 an der ZHdK ab.

Im August 2011 debütierte Sela Bieri in der Rolle der Clarice in Mozart’s Pasticcio „Diener zweier Herren“ im Schloss Nymphenburg. Mit der erfolgreichen Produktion folgten zahlreiche Gastspiele in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz (uA im Cuvilliés-Theater, Residenztheaters München).

Sela Bieri ist Preisträgerin des Kiwanis Wettbewerbes 2010, Stipendiatin der Margrit Meister Stiftung, der Elsy Meyer und der Gamil Stiftung. Sie studierte bei Hubert Saladin, SMPV und Jane Thorner- Mengedoht an der ZHdK CH.

Daneben bildete sie sich uA bei Carole Smith USA, Margreet Honig NL, Karen Brunssen USA und Helen Keller DE/CH weiter. Sie arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Werner Ehrhardt, Jac van Stehen, Michael Wendeberg, Nabil Shehata uA. Szenisch hatte sie bereits das Glück unter der Regie von Thomas Fiedler, Dominik Wilgenbus sowie Julie Beauvais zu singen.

Neben zahlreichen Anlässen im kirchlichen und konzertanten Rahmen spielte Sela Bieri 2014 ihre erste CD mit dem Rezital «Im Zauberkreis der Nacht» ein, sang 2013 ihr Solorezital «Süsse Gifte - Wenn Musik verführt» im Rahmen der Festspiele Zürich und 2012 am Altenberger Kultursommer (Köln DE).

Ausserdem arbeitet sie oft und gerne im Bereich Musiktheater und Improvisation. Aktuell ist Sela Bieri als freischaffende Sängerin sowohl in Opernproduktionen & Musiktheatern, sowie in Oratorium & Konzert zu hören. www.selabieri.com

 

Al-Mustafa: Ayden Antanyos

Der Iraker Ayden Antanyos wurde 1982 in Mosul geboren, wo er am Institute of Fine Arts mit einer eigenen Regiearbeit für das Theaterstück Die Rückkehr der Pferde seine Hochschulreife erlangte. Anschließend studierte er an der Universität von Mosul Theaterwissenschaften mit dem Schwerpunkt Schauspiel und war gleichzeitig bei mehreren Fernsehsendern als Kameramann, Cutter und Regisseur tätig. 2010 kam der irakische Christ über die Türkei, Griechenland und Frankreich nach Deutschland. Nach mehreren Sprach- und Weiterbildungskursen u.a. an der Ludwig-Maximilians-Universität München arbeitet er heute als Kameramann. Als Schauspieler wirkte Ayden Antanyos in Augsburg bei dem interkulturellen und interreligiösen Theaterprojekt Letzte Heimat mit. In der Produktion Zaide. Eine Flucht. von Zuflucht Kultur e.V. übernahm er 2015 die Rolle des Soliman.

 

Amor: Walaa Kanaieh

kam vor gut einem Jahr von Syrien nach Deutschland. Sie wuchs mit den Sprachen Französisch und Arabisch auf und spricht sehr gut Englisch. Ihr großes Sprachtalent möchte sie beruflich einsetzen und in einem Studium in Deutschland weiterbilden. Sie traf Cornelia Lanz beim Welcome Café der Münchner Kammerspiele und ist seitdem bei Projekten von Zuflucht Kultur in tragenden Rollen auf der Bühne. Ihre Motivation: Indem sie ihre Geschichte auf der Bühne und in einem freien, friedlichen Land erzählt, lernt sie, besser mit ihrer Vergangenheit umzugehen.

Al Mitra: Wisam Kanaieh

kam direkt nach ihrem Abitur nach Deutschland, zusammen mit ihrem Vater und ihrer Schwester Walaa. Ihre Mutter floh nach Paris, ihr Bruder nach Brüssel. Sie spricht fließend Arabisch, Französisch und Englisch und liebt andere Sprachen und andere Kulturen. Sie strebt eine Ausbildung zur Erzieherin an. Mit ihrer wunderbaren Stimme tritt sie bei Konzerten von Zuflucht Kultur mit arabischen Solos auf und gibt Workshops in Schulen, Flüchtlingsheimen und Universitäten. Sie betont stets das große Glück, ihre Gedanken in Deutschland frei äußern zu können und appelliert für Frieden, Völkerverständigung und Frauenrechte.

 

Pluton: Maher Hamida

Maher Hamida wurde in Syrien geboren und ging dort zur Schule. Er hat drei Geschwister. Im November 2016 kam er nach München. Er arbeitete als Koch und als Verkäufer. Mittlerweile besucht er wieder die Schule um seine Mittlere Reife zu erhalten. Seine große Leidenschaft und sein liebstes Hobby ist das Theaterspielen und stand daher bereits bei mehreren anderen Projekten des Vereins Zuflucht Kultur auf der Bühne. Darüber hinaus interessiert er sich aber auch für HipHop und hat bereits eigene Raptexte auf Deutsch und Arabisch verfasst, die sich mit den Themen Flucht und Krieg auseinandersetzen. 

 

Charon: Mazen Mohsen

Er wurde 1994 geboren und kommt aus Sweida, Syrien. Dort arbeitete er nach einem zweijährigen Studium als Musikschullehrer (Gitarre, Akkordeon, Oud, Operngesang). Nach etwa einem Jahr entschloss er sich, zu flüchten. Seit August 2015 ist er in Deutschland und sucht nach Möglichkeiten, seine musikalische Arbeit fortzusetzen. Er möchte eine Aufnahmeprüfung für ein Studium in Operngesang
machen. Mazen liebt Oper und mag es besonders, verschiedene Kulturen innerhalb einer Inszenierung zu mischen, wie in Idomeneo. Er lebt in Marbach.

 

Hofspielhaus München 

Das Hofspielhaus in der Falkenturmstraße 8 wurde vor erst anderthalb Jahren von der Schauspielerin Christiane Brammer, bekannt als Bea Faller in der Serie Die Fallers, gegründet. Mit seinen hochkarätigen Eigenproduktionen nennen die Medien das bezaubernde Theater im Herzen von München schon jetzt in einem Atemzug mit den großen Häusern – als kleine, feine Perle in Bestlage, nahe der Maximilianstraße und dem Marienplatz. Auf dem Spielplan: Kabarett, Konzerte, Opern und Operetten, Salon-Abende und vieles mehr. Schauspiel-Stars wie Michael Mendl, Heio von Stetten, Michaela May, Ottfried Fischer, Katerina Jakob, Janina Hartwig, Jutta Speidel kann das Publikum hier hautnah erleben. Im Sommer verwandelt sich der charmante Innenhof mit Pariser Flair zudem in Münchens kleinste Freilichtbühne. Kurzum: ein Ort des Theaters, der Kunst und der Begegnung. Eine Oase des Denkens und des Seins. Ein Ort der Musik. Ein Ort fürs Feiern, Plaudern, Essen. www.hofspielhaus.de

 

Zuflucht Kultur e. V. / Ensemble Zuflucht

Der Verein Zuflucht Kultur e.V. will mit dem Ensemble Zuflucht Mut machen für das transkulturelle Miteinander und engagiert sich für Frieden und Völkerverständigung durch Kultur.
Die Mozartopern Cosi fan tutte und Zaide. Eine Flucht. kamen insgesamt 33 Mal im Radialsystem Berlin, Gasteig München, Theaterhaus Stuttgart, Theater Augsburg zur Aufführung. Idomeneo kam als Koproduktion mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen dort, bei den EZB Kulturtagen und beim renommierten Lucerne Festival zur Aufführung. Carmen wurde 8 Mal erfolgreich im Mixed Munich Arts gespielt als Koproduktion mit Opera Incognita. Inzwischen gibt es ca. 400 Beteiligte aus Afghanistan, Eritrea, Ghana, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan und Syrien.

Die bisher schönste Bestätigung: die Sendung „Die Anstalt“ (ZDF) erhielt für den Auftritt des syrischen Flüchtlingschores Zuflucht den Grimmepreis 2015 „für den Moment der Echtheit und Wichtigkeit“, in dem die Mitwirkung direkt Betroffener emotionale Wucht entfaltet sowie den Amnesty Menschenrechtspreis 2015. Projektleiterin Cornelia Lanz erhielt 2015 für Ihre Arbeit den Zonta Kunst und Kultur Award Oberschwaben. 2016 erhielt der Verein den Förderpreis für interkulturellen Dialog der Pill Mayer Stiftung. Ministerpräsident Winfried Kretschmann übernahm im September 2015 die Schirmherrschaft für das Projekt ZAIDE. EINE FLUCHT. Konstantin Wecker und Vincent Klink übernahmen die Schirmherrschaft für Idomeneo. Auftritte waren unter anderem beim World Humanitarian Summit der UNO in Genf, beim weltweiten Rotkreuztreffen, am Bürgerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue, im Deutschen Bundestag, beim Deutschen Kirchentag, bei Amnesty International, Oxfam Deutschland, im Bayerischen Landtag, im Justizministerium Rheinlandpfalz, im Jüdischen Museum Berlin und auf Anti-Rassismus-Demos. www.zufluchtkultur.de (Foto: Andreas Knapp)

Bei Interesse melden bei: Cornelia Lanz - Mezzosopran
Gesamtleitung Zuflucht Kultur e. V. 

Marienplatz 1 | 80331 München | +49 176 760 70 574 
cornelia.lanz@zufluchtkultur.de | www.zufluchtkultur.de

Zuflucht Kultur e. V. | KBB Marienplatz 1, 80331 München |

Vorsitzender: Walter Schirnik | 2. Vorsitzende: Cornelia Lanz| 

Sitz des Vereins: Stuttgart | VR 721335 | 

Spendenkonto: BW-Bank | IBAN: DE95600501010001204056 | BIC: SOLADEST600

 

Anschließende Gastspiele:

Eventuell Stiftskirche Tübingen 15.6. 2018

28., 29. April | 10.,11.,12. Mai | jeweils 19:30 Uhr | Freies Musikzentrum Feuerbach

 
 

BEGEGNUNGSFORMAT

Es werden für jede Vorstellung auch Freikarten an Flüchtlinge vergeben.

Nach der Oper wird eine Publikumsdiskussion stattfinden. Das Publikum hat die Chance die Geflüchteten näher kennen zu lernen: die Verhältnisse in ihrem Heimatland, die Umstände die zu der Flucht geführt haben, Erlebnisse während der Flucht, wie das Ankommen in Deutschland empfunden wurde und welche Erwartungen sie an Deutschland und die Menschen dort haben. Genauso werden die Flüchtlinge den Zuschauern Fragen stellen. Walaa und Wisam Kanaieh haben sich zum Beispiel überlegt „Wie fühlt sich Diktatur an?“, „ Seid Ihr stolz auf Euer Grundgesetz und warum?“. Die intime Atmosphäre des Hofspielhauses ist bestens geeignet für die Begegnung zwischen verschiedenen Kulturen. Getreu dem Motto: „Hier ist alles möglich, hier darf alles sein.“

 

INITIATOREN

Die zweite Zusammenarbeit dieser verschiedenen Parteien fühlt sich überaus organisch an. Das Hofspielhaus unter der Leitung von Christiane Brammer bietet mit seiner offenen und toleranten Spielplangestaltung die perfekte Bühne für dieses Projekt. Die Idee dazu stammt von Cornelia Lanz, sie initiierte 2014 mit wichtigen Akteuren aus der Musikszene den Verein Zuflucht Kultur e.V. um über Musik und Kultur Brücken zu schlagen, im Dialog zu sein und um für Antirassismus und Völkerverständigung im Weitesten Sinne zu emotionalisieren. Annette Lubosch hat das inhaltliche Konzept entwickelt und wird die Inszenierung übernehmen. Sie ist seit etlichen Jahren fester Bestandteil der Münchner Künstlerszene und hat bereits mehrere eigene Regiearbeiten verwirklicht.

 

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