von Miller, Regnier & Hollay

Stell dir vor, wir hätten was zu rauchen

Preise:
Eintritt: 21,00 Euro
Ermäßigung: 16,00 Euro

Julia von Miller und Anatol Regnier, beides Nachfahren historischer Größen, bringen die Essenz gründlich recherchierter Schlager und Texte rund um die stürmischen Jahre in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg auf die Bühne.

Am Klavier: Frederic Hollay

Karten
© Christoph Hellhake

Ungewöhnliche Mischung aus bravouröser musikalischer Unterhaltung und fundierter Übermittlung historischer Hintergründe. Wie sich die drei Künstler auf ihrer Zeitreise die Bälle zuwerfen - das erregt nicht nur Heiterkeitsstürme sondern berührt zutiefst.  

'Protokoll einer dramatischen Zeit' haben Anatol Regnier und Julia von Miller ihre Zusammenstellung von lebendigen, gut recherchierten Texten und Schlagern, Songs und Liedern genannt. Dramatisch war diese Zeit wirklich: 

Die Stunde Null gab`s nicht, das Land war kaputt, aber der Spuk war vorbei, man konnte wieder träumen. Ein unendlich süßes Gefühl der Freiheit tat sich auf, besonders wenn man das Glück hatte, in der amerikanischen Zone zu wohnen. Wie lässig saßen die GI´s auf ihren Jeeps, wie entspannt rollten ihre Reifen über das Pflaster, wie betörend war der Klang ihrer Musik ! 

Daneben Millionen Vertriebener, endlose Namenslisten des roten Kreuzes, verlesen im Radio, Night Clubs der US- Soldaten, Zigarettenwährung. Entnazifizierung. Riesig der Schatten der Vergangenheit, die Schuld erdrückend, das Schweigen übergroß. 

Dann Wirtschaftswunder, Aufschwung, Adenauer-Zeit. Jahre voller Widersprüche und verborgener Emotionen, aber auch voller Tatendrang,  Aufbauwillen, Leistung. 

 

Julia von Miller

(c) Von Miller

Julia von Miller war einmal Buchhändlerin, ist Sängerin und lebt in München.  Sie tritt seit 15 Jahren mit den „String of Pearls „ dem „Odeon Tanzorchester“ und dem „Julia von Miller Quartett“ auf. Sie denkt sich ganze Bühnenprogramme aus, interpretiert, arrangiert und choreographiert Musik auf ihre ganz eigene unnachahmliche, komödiantische Weise. Neben ihren Live-Auftritten singt sie im Studio und moderiert den „Blickpunkt- Spot“ im Schwabinger Vereinsheim.

 

Anatol Regnier:

Anatol Regnier studierte Musik in London, unterrichtete Gitarre am Richard-Strauss-Konservatorium in München und lebte in Israel und Australien. Sein Buch „Damals in Bolechów“ gilt als eine der profundesten Schilderungen des Holocaust in Ostgalizien, seine zwei großen Bücher über die Familie Wedekind sind Standardwerke. Als Chansonsänger führt er die Tradition seinen Großvaters Frank Wedekind fort, als Sprecher die seines Vaters Charles Regnier – und vereint sie zu unverwechselbar Eigenem.

 

Frederic Hollay: 

Frederic Hollay studierte Klavier und Geige am Konservatorium in Budapest. Seit den 70iger Jahren in München, tourte er Europa mit Udo Jürgens,  Roberto Blanco, Jürgen Marcus, den Kessler Zwillingen, Ireen Sheer und Harald Juhnke. Mit seinem Trio „Frederic Hollay Supersound“ bereicherte er zahllose Veranstaltungen. Sein feines Gehör, sein Improvisationstalent und sein Einfühlungsvermögen machen ihn zu einem idealen Begleiter. „Nebenberuflich“ ist Dr. Frederic Hollay Zahnarzt .

 

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