Inge Rassaerts und Dieter Gilde

Teure Freundin

Preise:
Eintritt: 19,00 Euro
Ermäßigung: 14,00 Euro

Peter Tschaikowskys Briefwechel mit Nadeshda von Meck von 1876  bis 1890.

Mit Inge Rassaerts und Dieter Gilde. 
Am Klavier:  Elena Arnovskaja 

Karten

Eintausendzweihundertundvier Briefe haben Peter Iljitsch Tschaikowsky  
und Nadeshda Filaretowna von Meck einander in vierzehn Jahren geschrieben. Die beiden Briefpartner haben sich nie in ihrem Leben gesprochen, nur einige Male   von weitem gesehen. Was sie sich mitzuteilen und anzuvertrauen hatten, das schrieben sie sich und so hat diese Brieffreundschaft, die eigenartigste, welche die Musikgeschichte kennt, für uns den Wert als authentisches  Zeugnis der Gedanken und der Gefühle des grossen Klassikers der russischen Musik im neunzehnten Jahrhundert, des Menschen  und KomponistenTschaikowsky.
Ein Komponist lebt für die Nachwelt durch seine Musik und in seiner Musik, sie spiegelt sein Denken und Fühlen wider, mit dem er auf seine 
Umwelt reagiert. Es liegt jedoch im Wesen der Musik, dass sie dem
Zuhörer Gefühle und auch Gedanken übermitteln kann aber nur wenig die Erscheinungen die ihnen zu Grunde liegen. Deshalb hatten viele Musiker das Bedürfnis in Briefen mitzuteilen was sie bewegte und einer der eifrigsten war Tschaikowsky. Seine Menschenscheu, die manchmal krankhafte Formen annehmen konnte, verschwand beim Briefeschreiben.Dann berichtete er von seinen Freuden und Leiden, seinen Hoffnungen und Enttäuschungen. Er war homosexuell und litt darunter es  verbergen zu 
müssen.

Man kann vermuten, dass er sich bewusst war in einer Epoche des Umbruchs zu leben, Nachhall des Dekabristenaufstandes (1825) ,des Krimkrieges (1854- 56), der die Rückständigkeit Russlands aufzeigte, Aufhebung der Leibeigenschaft (1861) und die einsetzende Industrialisierung, aber politische Ansichten hat er nicht gehabt. Er neigte zur pantheistischen Verklärung der Natur, liebte das Klare, das Lichte das sich ihm in Mozarts Musik offenbarte. Tschaikowsky liebte seine Heimat und wenn er im Ausland weilte, sehnte er sich stets nach Russland zurück. Er fühlte sich mit den einfachen Bauern verbunden und mit ihren Liedern, die er sammelte und in den Kompositionen verwendete.

Peter Tschaikowsky wurde am 25. April 1840 in Wotkinsk, einer kleinen Stadt westlich des Ural geboren als Sohn eines Bergwerkdirektors. Er starb am 25.Oktober 1893 in Petersburg an der Cholera. 
Nadeshda von Meck war beim Beginn des Briefwechsels eine reiche Witwe, 
exzentrische Musikliebhaberin und Mezänin des damals armen Tschaikovsky.  
Sie hatte elf Kinder, lebte aber sehr zurückgezogen und es verband sie die Menschenscheu und die Liebe zu Russland, ihr Wunsch war es die russische Musik auch im Ausland bekannt zu machen.Sie soll sehr herrschsüchtig gewesen sein und ihr abrupter Abbruch des Briefwechsels liegt im Dunkeln.
Möglicherweise war ihr Tschaikowsky entglitten, denn mit den Jahren wurde er berühmt und wohlhabend oder aber ihre Kinder wollten die hohen Geldzuwendungen stoppen. Tschaikowsky war unendlich unglücklich darüber und schrieb ihr noch lange obwohl er keine Antworten mehr erhielt auf ihr kränkendes Verhalten. 

Inge Rassaerts

Inge Rassaerts wirkt seit 25 Jahren bei den Festspielen Heppenheim mit. Eine ihrer Lieblingsrollen war die Tante in „Der Liebesbrunnen" von Lope de Vega. In jüngster Zeit stand sie in Heppenheim als der Glaube im Jedermann auf der Bühne. Bei den Festspielen Dreieichenhain gab sie die Mutter im Jedermann und die Kennedy in „Maria Stuart". 

Außer an den Festspielen Heppenheim und Dreieichenhain war Inge Rassaerts in den letzten Jahren an der Komödie im Bayerischen Hof (München) und auf Tournee als Frau von Zypressenburg in „Der Talisman" von Nestroy zu sehen. In der Komödie am Max II in München spielte sie die Brautmutter in „Die Traumhochzeit" mit Sebastian Goder und mit Rudolf Moshammer. 

Viele Jahre war Inge Rassaerts an der von Professor Claus Helmer geleiteten Komödie in Frankfurt engagiert. Mehrere Jahre Straßentheater bei den Salzburger Festspielen, unter anderem „Komödie der Irrungen". 

Zahlreiche Rollen übernahm sie bei Veit Relin am Torturmtheater in Sommerhausen. Zu ihren Lieblingsrollen dort zählt die Marthe Schwertlein im „Faust". 

In Bensheim bestritt sie in „Ophelia von Aussersihl" die Titel- und zugleich einzige Rolle. 

In früheren Jahren wirkte sie in mehreren Folgen der Kult-Fernsehserie „Die Hesselbachs" mit. Mit Mario Adorf trat sie als das Apothekerfräulein in Brechts „Puntila und sein Knecht" auf. Mit Elisabeth Bergner in „Eines langen Tages Reise in die Nacht" am Düsseldorfer Schauspielhaus. Von 1958 bis 1973 reiste sie auf Welttourneen mit der „Brücke - Deutsches Theater für Übersee" siebenmal um die Welt. 

Dieter Gilde: 

 

Dieter Gilde wurde in Mühlheim an der Ruhr geboren. Nach einer Verwaltungstätigkeit bei der Stadtverwaltung Oberhausen entschloss er sich mit 20 Jahren am Schauspielseminar der Hamburger Kammerspiele (Leitung Ida Ehre) eine Schauspielausbildung zu absolvieren. Nach seiner Ausbildung in Hamburg folgten Engagements in Bremen, am Westfälischen Landestheater und in München. Seine Frau gründete in den 80er Jahren eine freie Theatergruppe. Seither ist Dieter Gilde mit Lesungen und Rezitationen erfolgreich unterwegs. 

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