Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich

Von David Foster Wallace

Premiere am 15.04.26

Herzlich willkommen auf der MS Hofspielhaus!

Basierend auf einem Essay des berühmten US-Schriftstellers David Foster Wallace („Unendlicher Spaß“) wird das Hofspielhaus zum Luxusdampfer. Die dreiköpfige Crew lädt Sie auf mehreren Decks zu einer Kreuzfahrt ein, die Sie nicht so schnell vergessen werden. Zwischen Bingo und Bordgymnastik, Amüsierzwang und stiller Sehnsucht nach echtem Kontakt, bekommen Sie mithilfe von Live-Musik einen heiter-satirischen, aber auch nachdenklichen Blick auf eine Gesellschaft, die vor dieser Welt gerne mal abtauchen will.

Wir bieten zwei Stunden lang besten Service. Steigen Sie ein!


Mit: Bettina Hamel, Michael Stadler und Alexander Wagner

Inszenierung, Fassung: Kollektiv

Outer Eye: Evelyn Plank

Live-Musik: Michael Stadler


Schrecklich amüsant – Aber in Zukunft ohne mich“ ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen (176 Seiten, 12 Euro), die Theaterrechte liegen beim Rowohlt Verlag Deutsch von Marcus Ingendaay


ZUM AUTOR

David Foster Wallace wurde 1962 in Ithaca in New York geboren. Er hat Literatur und Philosophie studiert, war Tennisprofi und lehrte Englische Literatur am Pomona College im kalifornischen Claremont. Er schrieb mehrere Kurzgeschichten, Reportagen und Romane, darunter das Mammutwerk „Unendlicher Spaß“ (1996). Sein Essay „Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich“ erschien 1995. Wallace zählt zu den wichtigsten Vertretern der US-amerikanischen Literatur. Er litt viele Jahre unter schweren Depressionen und nahm sich am 12. September 2008 selbst das Leben.

NÄHERES ZUM BUCH

Im Auftrag von Harper’s Magazine hat Wallace eine Woche lang eine Kreuzfahrt durch die Karibik gemacht. Dabei hat er alles ausprobiert, was dem Urlauber angeboten wird: von der Singleparty, zu der nur Paare erscheinen, bis hin zur Hypnose-Show an Bord.

Seine Einsichten über die Verwöhnmaschinerie und die Marotten honor the gift x jordan why not 6 inner city seiner Reisegenossen beschreibt er mit scharfer Zunge und liefert einen haarsträubenden Erfahrungsbericht aus dem Mikrokosmos eines Luxusliners. Dabei wird er selbst zum Außenseiter: Bewusst grenzt er sich von den anderen Passagieren ab, meidet Hawaiihemden und Fotoapparate, bleibt bei Landgängen an Deck und beobachtet von oben, wie die „Upper-Class-Touristenmeute“ auf teuren Sandalen in bettelarme Hafenstädte wackelt.

Umgeben von Jubel, Trubel, Heiterkeit wird er selbst zunehmend stiller und beginnt, sich in seiner Kabine einzuigeln. So gerät diese Reise übers Meer auch zu einer berührenden Reise zu sich selbst.


BETTINA HAMEL

Der Gedanke an Kreuzfahrten verursachen mir Magengrummeln, aber zum Glück gibt es ja Pflaster gegen Erbrechen.“

Bettina Hamel ist in Bayreuth geboren und aufgewachsen. Sie begann eine Ausbildung zur Theatermalerin bei den Festspielen Bayreuth, wechselte zum Schauspiel und absolvierte ihr Schauspielstudium in Hamburg und New York. Sie war Ensemblemitglied an den Bühnen Bern, am Landestheater Salzburg und am Theater Ulm. Sie führte Regie am Theater Bonn. Es folgten Engagements als freie Schauspielerin, in München u.a. am Pathos Theater, Hoch X, Residenztheater, den Kammerspielen und dem Haus der Kunst. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Alexander Lang, Klaus Emmerich, Andreas Kriegenburg und Ercan Karaçayli. Zwischendurch spielte sie in diversen Kurzfilmen an der HFF München mit. Sie arbeitet auch als Autorin und Übersetzerin (Fischer Verlag).

MICHAEL STADLER

Ich frage mich, was das Wort ‚Kreuz‘ in ‚Kreuzfahrten‘ soll. Weil man vom Seegang Kreuzschmerzen bekommt? Weil es ein Kreuz mit den anderen Passagieren ist?“

Michael Stadler wurde in Karlsruhe geboren, lebt seit mehreren Jahren in München. Er studierte Kulturjournalismus an der Bayerischen Theaterakademie/HFF. Danach Schauspielausbildung an der Internationalen Theaterschule Jacques Lecoq in Paris. Zudem war er Stipendiat der Münchner Drehbuchwerkstatt. Heute arbeitet er als freier Journalist (Münchner Abendzeitung), Schauspieler, Drehbuchautor und Moderator in und außerhalb Münchens. Als Schauspieler hat er langjährige Improtheater-Erfahrung und trat unter anderem im Pathos Theater, Teamtheater und der Neuen Bühne Bruck auf. Er ist Ensemblemitglied im Münchner Sommertheater. Zuletzt moderierte er eine Burlesque-Show im Interim am Laimer Anger. Er ist Tangotänzer und (Tango-)Musiker am Klavier.

ALEXANDER WAGNER

Glück ist, die nächste Kreuzfahrt zu planen, während man noch unterwegs ist.“

Alexander Wagner, geboren in München, arbeitet seit vielen Jahren als Schauspieler im Theater- und Filmbereich. Er hatte u.a. Engagements an den Städtischen Bühnen Münster, am Theater Bielefeld und Theater Wasserburg. Zu seinen Stationen in München gehören das Theater Viel Lärm um nichts, Theater Mathilde Westend, Hofspielhaus und Teamtheater. Er ist und war mehrfach Darsteller Chargers rookie WR Ladd McConkey reacts to hilarious new theme song bei den Theaterspielen im Innenhof der Glyptothek und hatte mehrere Film- und Fernsehauftritte, u.a. in „Mädchen, Mädchen“, „Um Himmels Willen“ und den „Rosenheim-Cops“. Er war Teil des Teams, das im Hofspielhaus eine szenische Lesung von Schnitzlers „Anatol“ veranstaltete. Zuletzt spielte er in Philipp Jescheks Theateradaption des Kinofilms „Axiom“ im Teamtheater.

EVELYN PLANK (Outer Eye)

Kreuz und quer fahren kann ich auch in Bayern – am Tegernsee, Schliersee, Chiemsee, Starnberger See, Ammersee und noch viele mehr…“

Die gebürtige Innsbruckerin wurde am Tiroler Landestheater ausgebildet. Es folgten die Stationen Detmold, Heilbronn, Stuttgart. Danach war sie langjähriges Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater unter Ruth Drexel. Unter Andreas Wiedermann spielte sie vorwiegend in Stücken von Thomas Bernhard am Teamtheater München und im Theater Viel Lärm um nichts. Unter ihrer Regie entstanden die letzten Soloprogramme der Kabarettistin Angelika Beier. Film- und Fernsehauftritte u.a. im „Tatort“, „Soko München“, „Bergdoktor“, „Bulle von Tölz“. Seit vielen Jahren veranstaltet sie anlässlich des Weltfrauentages die Leseperformance „Mut der Frauen“ in der Mohr-Villa Freimann.